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Angst oder Liebe?

Bei jeder Handlung gibt es den Scheidepunkt, vor dem wir stehen, kurz innehalten und unser Inneres fragen: „Welchen Weg soll ich nehmen?“

Der eine Weg ist der Pfad der Liebe, auf dem das Herz die Richtung wählt. Auf dem  anderen Weg wird die Angst zur Begleiterin, die das Unwohlsein berührt.

Doch ist Angst nicht auch berechtigt und kann als Vorbote für die sichere Variante im Leben gelten? Angst davor, sich zu verletzen oder gar verletzt zu werden? Wie schützt man sich davor? Indem man der Angst seine Aufmerksamkeit schenkt und ihr mit Treue folgt, damit das Unheil uns nicht ereilt?

Oder ist es eher die Angst vor der Angst, die sich versteckt und uns von dem Glücklichsein entfernt? Dient uns die Angst als vorbeugendes Element, das die Antwort auf die richtige Entscheidung lenkt? Erweist sie sich häufig als Trugschluss und hält die Wahrheit unter Beschuss?

Und wie verhält es sich mit der Liebe? Ist sie jederzeit berechtigt und zeugt sie von Intelligenz? Mit Vehemenz? Oder kann sie sich täuschen und entspricht einer Naivität, die uns ins Verderben drängt?

Gibt es das Zuviel in der Liebe? Oder steht Liebe immer im richtigen Verhältnis und bleibt gefahrlos und harmlos? Gibt es käufliche Liebe? Als Produkt im Laden der Großherzigen. Als Topseller der Empathie oder gedeiht sie nur im eigenen Garten der psychologischen Strukturlandschaft?

Kann man lieben lernen? Kann man sie verstehen und mit ihr ein Bündnis eingehen? Gibt es eine Intelligenz im Herzen? Wo hört Liebe auf und wo beginnt Liebe? Liegt sie bereits in des Säuglings Wiege?

Kann man Liebe der Angst gegenüberstellen? Gibt es ein Gewinner oder bleiben beide ebenbürtig?

Was macht dir Angst? Wann regiert deine Angst? Dient sie dir im Leben? Würdest du ohne Angst sterben?

Realisierst du, wenn du eine Entscheidung aus Angst triffst? Wenn du das Gefühl von Ungewissheit über Bord wirfst?                            

Verschafft Angst Sicherheit? Bringt sie dich in die Einheit?                                                                              

So viele Fragen und wie soll ich mich nun entscheiden? Aus Angst vielleicht, zuviel Liebe darin zu investieren? Und deshalb die Stimme des Herzens meiden.

Manchmal folgt man der leisen Stimme. Man weiß eigentlich nicht recht wieso, aber man ist sich sicher, dass es der einzig wahre Weg der momentanen Entscheidung ist. Diese Gegebenheit wird mit Intuition in Verbindung gebracht. Intuition als Spekulant der Wirklichkeit. Doch selten wird dabei etwas ins Verderben gebracht.

Häufig ist die intuitive Wahl die vernünftige Begleiterin, denn sie verspricht keine Qual. Nur Unsicherheit und Unvorsehbares und meist eine geglückte Wahl.

Doch wo wohnt die Intuition? Im Herzen oder in den Gedanken? Kann man ihre Aussage verdenken?                                                                          

Oder zeigt sie sich lediglich als scheue Ahnung, vorbehaltlos und doch als dringliche Ermahnung.

Kann sie sich verständlich erklären?

So dass auch der rationale Mensch ihr Gehör schenken kann? Oder belehrt sie nur diejenigen, die ihr Gottvertrauen in sie legen?

Dann stell dir bei nächster Gelegenheit, wenn du vor der Entscheidung stehst, die Frage: „Wie würde die Angst antworten? Was wäre die Folgerung der Liebe? Wie würden die jeweiligen Resultate aussehen, wenn ich ihren Aussagen folgen würde? Mit oder ohne Bürde“.

Für manche Menschen ist es etwas Selbstverständliches, auf die Stimme ihres Herzens zu hören. Sie kriegen eine intuitive Einsicht und steuern ihr voller Zuversicht entgegen.

Andere wiederum trauen dieser irrationalen Vermutung keineswegs und setzen mehr auf Vernunft und Logik. Wichtig dabei ist zu erkennen, was dadurch erreicht wird. Dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt, die es zu beachten gilt.

Dabei sollte man sich hin und wieder selbst überraschen, indem man auf dem Pfad der Ungewissheit vorwärts pilgert. Noch nie zuvor begangen, und jetzt ganz unbefangen. Was ist mein Ziel und wie gelange ich dorthin?

Du kannst darauf hin und wieder aufbauen. Auf der Antwort die dort vorne liegt, ein Stück weit entfernt, und sie wartet auf dich. Wenn du dich auf sie einlässt und einmal etwas anderes erwägst. Dabei dein Herz auf Händen trägst.

Führe dir bei jeder Entscheidung beide Varianten vor Augen; die der Angst und die der Liebe. Und dann wähle die Richtige für dich. Frage nicht mich. Sondern traue dir selbst. Deiner Vernunft und deinem Herzen. Denn wer die Frage implizieren kann, soll, laut Lehrbuch, die Antwort darauf bereits kennen.

 

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