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Kreativität und das innere Kind

Was verstehst du unter Kreativität? Gibt es in dir einen Wesensanteil, der sich in der bunten Welt des Spieles versenken möchte? Schöpferisch sein und sich innerlich und äußerlich den kreativen Impulsen hingeben? Phantasie ist die Nahrung fürs innere Kind. Es möchte Schlösser bauen und Burgen bewohnen. Es möchte lebhafte Geschichten erzählen.

Wir träumen vom Traumpartner, mit dem wir uns vermählen. Wir möchten unser Leben einzigartig gestalten. Und so wagen wir es früh, uns hin und wieder wegzudenken. In andere, glücklich Welten. Wir sehen durch die kreative Geisteskraft in eine Welt hinter dem Alltagstrott. Mit Worten versuchen wir diese Wahrnehmungen zu beschreiben. Jedoch sind sie nicht immer das geeignete Werkzeug dafür. Was innerlich empfunden und gesehen wird, kann manchmal nicht klar genug erklärt werden. Die Empfindungssprache in die Denksprache zu übersetzen. Ein großes Unterfangen, an dem man gelegentlich scheitert.

Kreativität lässt uns innerlich jünger werden. Wir müssen nicht der Logik folgen, sondern können Bilder aufleben lassen und uns auf mutige Weise auf sie einlassen. Als wäre nichts dabei. Sie scheinen gelegentlich realer als viele echte Gegebenheiten. Denn sie lassen uns lebendig fühlen und geben uns Zeichen, was uns denn beseelt und wohin wir auf unserem Weg hingleiten möchten.

Phantasie, Kreativität und Gedankenluftsprünge schaffen Universen, die sich weit über die eigenen gesetzten Grenzen der Möglichkeiten erstrecken.

Wie viele Menschen können wir in unserem Leben innig lieben? Können wir den Schmerz einer alten Wunde je besiegen? So dass wir unbeschwert wie ein ungeschriebenes Blatt einer Kinderseele durch das Leben wandeln. Losgelöst von Groll, Bitterkeit und nachtragendem Verhalten. Wie können wir komplett genesen und dem Glück entgegen gehen? Bevor wir sterben und diese Welt verlassen. Ist gar die eigene, kreative Entfaltung der Schlüssel für seelischen Frieden und geistiges Erwachen?

Was bedeuten Träume in der Nacht, die uns in andere Wirklichkeiten locken? Sind sie lediglich Phantasiewelten, die keine Wahrhaftigkeiten in sich tragen? Und doch scheinen sie so real und enthüllen uns Bilder, die im Innersten verborgen liegen. Verschroben und doch auf eine unheimliche Weise lebendig.

Zurück zur Phantasie und der kreativen Entfaltungsmöglichkeit. Was inspiriert zur schöpferischen Tätigkeit und lässt uns über unsere Grenzen hinauswachsen? Was verleiht uns Flügel und animiert zu großen Taten? Können wir’s erraten? Vollkommenheit für einen kurzen Moment geniessen. Und mit einem intuitiven Wissen, dass das Leben unbeschwert sein kann. Wenn man nur den Fokus darauf richtet.

Hast du dich schon mal aufrichtig und direkt gefragt, was deine größten Ziele im Leben sind? Was sind Dinge, die dich bis in dein Innerstes berühren? Was sind Dinge, die dich derart glücklich machen, dass dein Herz nicht mehr aufhört zu lachen? Gibt es den Zuckerguss für dich, mit dem du deinen Keks des individuellen Glücks verzierst? Weißt du in Wahrheit, was du brauchst, um dein Seelenheil zu finden? Gibt es denn so was überhaupt? Oder leben wir unser Leben nach vorgelebten und vorgegebenen Regeln. Ordentlicher Job, ein erfülltes Sozialleben, ein paar Hobbies, bisschen Ferien und ab und an ein gutes Essen. Vielleicht noch bisschen Wein dazu. Das wär’ ganz nett.

Doch ist das alles, was wir brauchen, um den innerlichen Kern zufrieden zu stellen? Weißt du es? Bestimmt ist jede Antwort eine sehr individuelle. Das kann man nicht pauschalisieren.

Kreativität könnte sehr wohl etwas Positives und Schönes bewirken. Und das Feld des Schöpferspiels ist groß. Jeder darf sich darin frei bewegen. Und vielleicht findet er Trost. Und Spaß. Und Heilung für die verloren geglaubte Selbstliebe. Es niemals zu spät, unser Kind in uns zu beglücken.

Liebe fängt bei sich selbst an. Und nur da erkennt man, was es heißt, auf eigenen Beinen zu stehen. Sich selbst am nächsten sein. Ohne Hemmung oder Scham. Narzissmus ist eher ein Mangel an Selbstliebe. So nehme ich an. Denn das eigene Selbst zu wertschätzen, bringt Fülle und belebt das Innere. Und dies muss nicht zwingend zur Schau gestellt werden. Vielmehr schenkt es eine innere Gelassenheit. Und eine Freude am Dasein.

Entfaltung und Ausdruck des kreativen Selbst kommt der Selbstliebe sehr nahe. Berührt sie und offenbart die innere Gabe.

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