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Ausblick und Augenblick

Lebst du den Augenblick? Oder wählst du lieber den Ausblick und wähnst dich freudig in die Zukunft?

Manchmal realisiert man gar nicht, dass man gedanklich bereits die nächste Woche am planen ist und dabei seine ganze Aufmerksamkeit auf das Morgen und die Tage danach richtet.

Was man damit anrichtet? Man schweift davon und vergisst das Jetzt.

Und Jetzt?

Gibt es ein Problem damit? Wohin denn sonst mit all den Ideen für ein erlebnisreiches Leben? Sollen wir ohne Struktur und Terminplanung durchs Leben schweben?

Ideen und Absichten aus dem Alltag hinwegfegen?

Bewusst leben. Ohne ständiges Streben nach mehr.

Anwesend sein. Ohne Schein.

Es tönt vielleicht absurd und merkwürdig, gar banal und simpel, aber je mehr ich ganz im Moment bin und nicht zu viel vorausplane, desto reichhaltiger erscheint mir das Leben. Denn meine Aufmerksamkeit befindet sich im Hier und Jetzt. Ich bemühe mich einzig darum, das unmittelbar Anstehende so gut wie möglich anzugehen. Setze meine ganze Liebe, Achtsamkeit und innerliche Hingabe ein und richte mich komplett auf diesen Moment aus. Vieles fühlt sich dann einfacher an.

Ich konzentriere mich einzig auf den nächsten Schritt und erhalte dadurch den Überblick.

Für mich ist dieses Vorgehen einfach umzusetzen und es entlastet mich von allzu vielen mentalen Bürden. Bürden, die ich mir durch Gedanken an Morgen und Gestern aufbürde. Dabei die Gegenwart vergesse zu würdigen.

Eins nach dem anderen. Nicht mal schlecht. Einfälle können notiert werden. Der Moment will gelebt werden. Vorerst. Dadurch gelingt es besser, Vorhaben umzusetzen. Weil der Fokus enger gestrafft gehalten wird.

Bisschen Mut braucht es schon, sich dem Gestern und dem Morgen zu entledigen und ganz in der Gegenwart zu leben. Doch das Bewusstsein profitiert enorm davon. Das bewusste Werden wird alsbald zum bewussten Sein. So soll es doch sein.

Es spricht natürlich nichts dagegen, dass man Dinge koordiniert und Termine organisiert. Intuitiv erfasst man nämlich Ideen leichter durch diese einfachere Art zu leben. Man greift sie auf und setzt sie um. Schneller werden sie losgelassen und man bleibt so eher gelassen. Das Jetzt ruft nach Aufmerksamkeit. Und schon bin ich wieder ganz präsent.

Ausblick aufs neue Jahr. Welche Wünsche werden wahr? Zuversicht und Einsicht, Hoffnung und Täuschung. Wo steuere ich hin? Was macht am meisten Sinn?

Ich ziehe den Moment der langfristigen Planung für dieses Mal als Vorsatz fürs 2015 vor. Nicht dass ich nicht verlässlich sein will und nicht verbindlich etwas eingehen möchte. Aber es nützt mir nichts, wenn ich mein Leben verplane und dabei den heutigen Tag entwerte. Oder nicht versuche, das Beste daraus zu machen. Da gäbe es spontan nichts mehr zu lachen.

Du kannst mich dann fragen, ob es mir gelungen ist, den Moment zu leben. Und weniger aufzuschieben. Meine Zeit sinnvoll und lustvoll zu nutzen. Nicht ständig in die Zukunft weg zu furzen.

Machst du mit? Bei diesem kleinen und doch waghalsigen Schritt?

Einfach nicht komplett an Morgen denken. Oder wenigstens auch immer wieder bewusst ins Jetzt zurück kommen. Ein bisschen verrückt ist das schon. Manche würden sagen es sei naiv. Ich glaube es ist smart und weise. So versuche ich es zumindest für eine gewisse Zeit auf diese Weise.

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