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Mit Fräulein Lust gegen Herrn Frust

Wie häufig empfinde ich Lust während meinem Tun? Das fragte ich mich kürzlich, als mich kurz aber heftig ein kleiner Alltags-Frust überkam. Ich fühlte mich erschöpft nach einem langen Arbeitstag.

Mit der Zeit sinkt die Arbeitslust, wenn man überarbeitet ist und zu wenig Lustvolles im Tagesgeschehen mit einplant. Lässt sich Lust denn nicht spontan inszenieren?

Jede Arbeit möglichst lustvoll auszuführen?

Moment einmal, die Kloschüssel mit Lust reinigen? Machst du Witze?

Nun ja, es ginge dabei weniger darum, jede Arbeit total toll zu finden, sondern um eine innere Einstellung. Wenn ich es schon machen muss, wieso nicht auf eine lustvolle Weise? Klingt irgendwie doof, und doch würde die Pflicht wohl um einiges leichter fallen. Natürlich im Wissen dass nicht jeder Tag gleich erfolgreich verläuft und man auch an manchen Tagen überhaupt keine Lust auf Lust verspürt.

Sind lustvolle Menschen nicht zugleich auch zufriedenere Menschen? Den Fokus auf genussvolles Sein, genussvolles Denken und Handeln zu richten kann schon sehr entspannend sein.

So richtig genießerisch das Leben leben und sich in der Lust versenken. Wann hast du das zum letzten Male erlebt?

Wozu soll nun dieser Text dienen und welchen Zweck soll er erfüllen? Ganz einfach.

Mit Fräulein Lust gegen Herrn Frust antreten.

Doch wie kann die Lust belebt und aktiv gelebt werden? Es ist nämlich spannend, denn sobald man beginnt, etwas lustvoll zu tun, zeigt sich Genuss als Folgeerscheinung. Ergo weicht Anspannung ohne Anstrengung. Lust und Genuss geben sich siegessicher die Hand. Kampf der Trostlosigkeit im Alltag und Kampf dem Frust als Symptom von unglücklichen Gemütern. Frust ist der Vater der Enttäuschung und des Misserfolgs.

Mit was assoziieren wir eigentlich Lust? Es gibt die Lust auf gutes Essen, Lust aufs Liebesspiel und Lust auf sportliche Betätigung und und und.

Lust ist ein subjektives Empfinden und jeder hat wohl seine eigene Definition davon.

Das ist auch gut so. Denn Lust ist lebendig und kann jeden Moment durch etwas anderes angeregt oder geweckt werden. Musizieren kann lustvoll sein und natürlich kreatives Schaffen.

Lust ist ein Empfindungsmechanismus und Etwas natürliches, das jedem Mensch innewohnt. Sie ist nicht zwingend an eine Tätigkeit gebunden. Sondern es ist ein Lebenselixier, das die Lebendigkeit erhält. Lust ist meistens gesund, es sei denn sie endet im Hedonismus. Der Hedonist kommt nicht mehr ohne Genuss aus. Er verliert sich darin. Verzicht und Entsagung werden stets gemieden. Doch in diesem Zustand hat das nicht mehr viel mit Lust zu tun. Meist ist es eine Flucht und ein Fluch zugleich.

Überall kann die Lust zum Zuge kommen. Man beobachte sich dabei, wie man die Lust heraufholt aus dem innersten verwesten Kämmerchen der Mattigkeit. Dann nämlich beginnt alles mehr Spaß zu machen und Freude verbreitet sich.

Doch gibt es eine Strategie, wie man mit der Lust in Berührung kommt und sie wieder aufleben lässt? Wohl eher nicht.

Ich würde sagen, sich den eigenen Lustgefühlen zu widmen und im Innern nach lustvollem Empfinden zu suchen reicht für den Anfang.

Im nächsten Schritt könnte man versuchen das was man macht (auch wenn es eine triviale Alltagspflicht ist) lustvoll anzugehen. Das gelingt nicht immer. Das ist auch logisch. Aber zwischendurch entschieden und bewusst den Schalter auf „Lust“ zu setzen und sich im lustvollen Tun oder lustvollen Denken zu versenken. So etwas kann schon sehr tröstlich sein. Ja, es kann helfen, anstehende Dinge mit mehr Elan und weniger Frust anzupacken.

Und vielleicht kann man dann mit gutem Gewissen sagen, dass man rückblickend doch so einige Lustmomente im Tag gehabt hat.

Stress ist ein Lustkiller. Und jeder kennt Stress und lässt ihn gewollt oder ungewollt im Leben walten. Also bitte. Wieso nicht auch dem Stress und dem Frust mit etwas Lust den Garaus machen?

Wenn ich mir überlege, was mir so zum Thema „Lust“ einfällt, dann sind das folgende Dinge: Leckeres, frisches Essen, Düfte die den Raum erfüllen und Düfte für meinen Körper. Berührungen. Tanzen. Auf dem Snowboard durch den Tiefschnee hinab zu sausen. Einem Baby den Kopf zu streicheln. Massieren. Schreiben. Lesen. Modellieren. Eine langersehnte Erkenntnis erhalten. Phantasie. Intuition.

Was sind deine Assoziationen zu Lust?

Weg mit dem Frust mit ein bisschen Lust…

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