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Urvertrauen, das Vertrauen ins Vertrauen

 

Es gibt wohl kein eindeutiges Ja zum Leben als das Urvertrauen. Es ist das Starterkit für persönliches Gedeihen.

Doch was genau ist der Unterschied zwischen Urvertrauen und Vertrauen? Ist Urvertrauen das Vertrauen ins Vertrauen?

Es hilft zu erden und gibt uns Wurzel.

Es ist der sichere Nährboden unter den Füssen.

Ist jeder von uns mit Urvertrauen geboren worden?

Manche von uns müssen Vertrauen hart zurück erkämpfen. Anstelle von Urvertrauen hat Angst den Platz eingenommen. Und diese Angst kann hartnäckig sein. Mit was kompensieren wir, wenn unser Urvertrauen weg ist? Mit der Hoffnung, gerettet zu werden? Oder dem Glauben an Engel und gute Geister?

Im Wort Vertrauen findet sich auch das Wort –trauen. Vertrauen bedeutet u.a. „Mut finden, sich den Lebensumständen hinzugeben und alle Möglichkeiten zu bejahen“. Es fühlt sich eher wie ein passiver Zustand an. Man könnte es auch als ein „aktiver Zustand des Geschehen Lassens“ beschreiben.

Sich trauen hingegen beinhaltet den Impuls aktiv werden und Mut aufbringen“. Insofern vereinigt das Wort Vertrauen sowohl ein passiver Zustand, indem Zurückhaltung gefordert ist und nichts forciert werden soll. Andererseits wohnt in ihm ein aktives Zutun durch Mut und Glaube in die Richtigkeit des Moments und des Geschehens inne.

Vertrauen heißt auch häufig Loslassen. Nun stellt sich uns die Frage: „Wie lassen wir denn los?“ Das ist nämlich gar nicht mal so einfach. Vor allem dann, wenn wir etwas wirklich wollen. Primär geht es um das Loslassen der eigenen Kontrolle, welche aus dem Gefühl entsteht, alles selbst bestimmen zu wollen. Dadurch erhalten wir nämlich die Vorhersehbarkeit und die Gewissheit, dass der Wunsch sich erfüllt oder die Angst sich auflöst.

Vertrauen heißt akzeptieren, dass es richtig ist, wie es ist. Vertrauen heißt, sich dem Spiel des Lebens hinzugeben. Möglichkeiten sehen, anstatt den Ängsten den Vortritt zu lassen. Offen sein für das, was kommen möchte.

Das Gegenteil von Vertrauen ist Misstrauen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ruft uns das Misstrauen zu.

Ist man denn naiv, wenn man vertraut?

Oder gar ein gewagter Optimist?

Kann man verlieren, indem man vertraut?

Und wann verliert man?

Können negativ empfundene Erlebnisse (Schicksalsschläge, Verluste, Krankheiten und Misserfolge) auch Gewinne sein? Für das seelische Verstehen?

Solche Ereignisse lösen Dankbarkeit in uns aus. Wir sind froh, wenn wir wieder genesen, wenn sich unsere Situation wieder verbessert. Wir atmen auf und erkennen, dass wir Vertrauen haben dürfen ins Leben.

Bestimmt können wir auch missmutiger und abgestumpfter werden. Wir haben immer die Wahl, ob wir etwas als Chance sehen, oder ob wir uns davon niedertrampeln lassen.

 

Körperübung mit Vertrauen

Wenn ich Vertrauen als Gefühl durch die verschiedenen Instanzen in meinem Körper wandern lasse, dann kriege ich jeweils eine unterschiedliche Antwort. Du musst dir das vorstellen wie ein Fahrstuhl, der an alle den vielen Stockwerken hält. Jedes Stockwerk beschäftigt eine andere Firma oder entwickelt andere Produkte. Die Stockwerke im Körper sind die jeweiligen Chakren oder zuständigen Drüsen.

Beginnend im Kopf gibt es da bereits verschiedene Regionen, die jeweils unterschiedlich reagieren: Befrage ich meine Epiphyse (Zirbeldrüse), genauer gesagt der Ort, wo sich das sogenannte innere/dritte Auge befindet, so erhalte ich da folgende Reaktion darauf: Beobachte was geschieht. Ich prüfe mit kühler Wachheit, wie sich die Bereitschaft von mir anfühlt, Macht abzugeben und dem Leben die Führung zu übergeben. Emotionen und Gefühle bleiben eher im Hintergrund. Vielmehr empfinde ich hier ein Ort von Wachsamkeit. Pflanze ich Vertrauen in die Region des Säugetierhirns oder limbisches System, dann kommt schnell die Angst, dominiert zu werden und ausgeliefert zu sein. Nimm das Zepter wieder in die Hand und plane ruft es mir zu. Vertraue nicht blind.

Herunter gleitend im meinen Hals regt sich dort etwas, das mir zuruft: „Stelle genügend Fragen und werte aus. Im Zweifelsfall kannst du reden und deine Bedenken und Unsicherheiten mitteilen. Hier ist die Zentrale des Austausches zuhause. Hier geht’s um Fakten erhalten, Fragen stellen und sich updaten. Durch all das erlangte Wissen gelingt auch besser zu vertrauen.

Mit Vertrauen geleite ich in mein Herzzentrum. Dort ist die Liebe zuhause, die Mutter des Vertrauens. Liebe und vertraue raunt es mir zu. Lieben geht nicht ohne zu vertrauen oder schließt vertrauen automatisch mit ein. Es ist dann kein aktives „hab Vertrauen“ mehr, sondern wenn ich mich ganz meinem Herz hingebe, dann spüre ich Liebe. Da stellen sich mir dann nicht mehr die Fragen, soll ich vertrauen und wie kann ich loslassen? Da liebt es sich einfach. Und dies schließt alles mit ein. Angebunden und im Zustand des Liebens verweilend, kann ich mit ganz vielen Umständen bestens umgehen. So abstrakt dies nun klingt, so tiefgreifend ist dieser Zustand.

Ich komme in meinem Bauchhirn, dem Solarplexus an. Hier lasse ich Vertrauen auf ihn wirken und er antwortet mir: Sorge für deine eigene Sicherheit und schütze deinen Raum. Wenn du Vertrauen schenkst, dann musst du dir selbst sicher sein. Belebe deine Mitte und höre auf deinen Instinkt. Der Instinkt, der dir sagt, wenn du dich einem Nein für deine eigene Gesundheit bedienen musst. Vertraue zuerst dir selbst. Das ist das Wichtigste.

Hinabgleitend ins Sakral Chakra, in den Bauchraum wo Nieren, Blase, Geschlechtsorgane und der Darm zuhause sind, fühlt sich Vertrauen ein bisschen wie „ausgeliefert sein“ an. Vertrauen schenke ich, wenn ich weiß, dass meine Mutter mich umsorgt und behütet. Hier im Unterbauch sind die tiefen Ängste zuhause. Hier wohnt das Kleine Kind, das schutzbedürftig ist. Es muss grundlegend vertrauen, da es sich nicht selbst zu helfen weiß und angewiesen ist auf Schutz und Liebe. Mit Vertrauen ausgestattet zu sein hilft, sich kindlich und glücklich im Leben zu bewegen. Das Spiel des Kindes wird dadurch lebendig.

Wenn wir uns geborgen fühlen, sicher und genährt werden, dann stellt sich (bedingungsloses) Vertrauen ein. Zuunterst sitzt das Wurzel Chakra. Hier geht’s ums Überleben. Um Sein oder nicht Sein. Um das Ja oder Nein zum Leben. Hier kann auch Misstrauen entstehen und das ganze Leben in seiner Grundhaltung beeinflusst werden. Tod oder Leben? Schmerz oder Freude? Sinn oder Sinnlosigkeit? Es stellt sich die Fragen, alles überwinden zu wollen und das Leben anzunehmen? Oder sich zu verstecken und verschanzen? Und lieber sterben zu wollen. Aus Mangel an Vertrauen.

Durch diese Arbeit wird manchmal auch sicht- und fühlbar, wo Vertrauen eingeschränkt wurde oder wo das Trauma oder die Angst sitzt.

In allen diesen Stockwerken kann Vertrauen lebendig gemacht und ausgedehnt werden. Es fühlt sich dann jeweils überall anders an. Es lohnt sich abzuwarten, was die jeweiligen Instanzen dazu sagen. Zuhören und warten bis sie sich beruhigen. Bis Vertrauen in der jeweiligen Instanz richtig satt angekommen ist. Dann kannst du dieses Gefühl ausdehnen und auskosten. Dann erhält Vertrauen völlig neue Dimensionen.

 

  1. und wenn das vertrauen satt etabliert ist, wird der fluss vom herzzentrum von muttererde, über seine wurzeln und durch alle chakren nach oben hindurch wichtig. das zeigt uns das wasser, von dem viktor schauenberg uns zeigte, dass es zwei flussrichtungen gibt, die sichtbare von oben nach unten und die unsichtbare von unten nach oben.

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    30. Juli 2019

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