Zum Inhalt springen

Erde dich

Das Thema „sich erden“ begleitet mich seit meiner Geburt. Ich liebe es, in der Natur zu sein. Und doch spüre ich, dass meine Füße nicht wirklich fest im Boden verankert sind. Häufig schwebe ich etwas über der Erde.

Ich sehe einen engen Zusammenhang zwischen dem „Gut geerdet sein“ und dem Urvertrauen. Denn wenn ich keine Verbindung zu meinem Ursprung habe, so bin ich schlecht verwurzelt. Ich fühle dann wenig Sicherheit und hab wenig Vertrauen. Sobald ich die Erde spüre, gibt mir das ein Gefühl von Aufgehoben Sein und Verlässlichkeit. Vielleicht ängstigen manche Menschen sich auch diesem Grund vor dem Schwimmen oder in der Luft zu sein. Sie können den Boden nicht mehr unter den Füssen spüren und verlieren den Halt.

 

Es gibt bodenständige Menschen mit sicherem Auftreten, die nichts so schnell aus der Fassung bringt. Sie wirken verlässlich und sie ruhen in sich.

Dann gibt es andere Menschen mit einem ätherischen Auftreten und empfänglichen Antennen für ihre Umwelt. Sie nehmen alle Gefühle, Stimmungen und Energien wahr, die sie umgeben. Vor lauter Eindrücke und Fremdeinflüssen können sie gelegentlich den Ruf ihrer eigenen Seele nicht mehr hören, weil sie so sehr mit allem und jedem verbunden sind. Diese Menschen sind ganz dringend auf ein Gutes-geerdet-sein angewiesen. Denn all die gewonnen Eindrücke und Empfindungen lassen sich viel besser auf solidem Fundament begreifen.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Gefühle und Eindrücke in Ruhe bejahen, betrachten, verstehen, einordnen und loslassen gelingt dann, wenn die Rückverbindung zur Erde gesichert ist. Ohne Bodenkontakt schweben wir im Unklaren und verlieren uns dabei.

Mutter Erde ist es, die uns das Leben hier unten ermöglicht. Sie ist unsere Urmutter und kann weit mehr als nur unsere Körper zu ernähren.

Manchmal versuch ich so einiges, bis ich die Lösung des Problems gefunden habe. Die Lösung kann so nahe liegen. Zu nahe, so dass ich es beinahe übersehe. Zum Beispiel was das Thema „geerdet sein“ betrifft. Dies hier war und ist für mich die beste Übung für das Verwurzelt sein im Hier und Jetzt: Ich liege auf der Wiese, atme tief und langsam durch mein Herz und verbinde mich mit dem Herzschlag von Mutter Erde. Ja, du liest richtig, Mutter Erde kannst du tatsächlich spüren. Mit innerlicher Hinwendung gelingt es, sie zu erfühlen. Als Lebewesen. Und dich von ihr tragen zu lassen. Durch dieses Hinlegen und achtsame Zuhören kann ich mich komplett fallen lassen. Mich sicher und vor allem geborgen fühlen. Und ich weiss im Innern, dass es gut kommen wird. Ich vertraue darauf. Insbesondere was das materielle Leben hier auf Erden betrifft.

 

Wenn du auch schön gehört hast, du seist schlecht geerdet oder vielleicht hast du dies auch bereits so gespürt, dann folgen hier für dich ein paar Vorschläge für ein besseres Geerdet sein:

 

Übung mit dem Partner oder Freund/-in: Du liegst auf dem Rücken und dein Partner hält deine Füße von hinten an den Fersen. Die Achillessehne muss dabei auch berührt werden. Danach überkreuzt dein Partner seine Arme und hält deine Füße weiterhin fest. Sobald er deine Energie in den Füssen spürt, kann er leicht an den Füssen ziehen. Es lohnt sich, die Übung während mindestens 10 Minuten zu vollziehen. Auf der Achillessehne liegt der Geburtspunkt, der Punkt fürs Urvertrauen/Vertrauen.

 

Eine weitere Übung: Du liegst auf dem Rücken und ziehst beim Einatmen die Energie bis zur Brust durch die Beine und den Bauch hinauf. Dann fließt die Energie beim Ausatmen wieder durch den Körper hinaus in den Boden. Diese tiefen Atemübungen wiederholst du bis du spürst, dass du mit neuer Energie gefüllt bist.

 

Als ergänzende Behandlung eignet sich auch die Fussreflexzonenmassage. Hierbei werden unsere Wurzel gestärkt und gleichzeitig die Organsysteme unseres Körpers ins Fließen gebracht. Die Energiesysteme/Meridiane werden geöffnet und der Körper mit frischer Energie durchflutet und regeneriert. Verkrampfungen lösen sich und man steht danach ganz anders auf dem Boden.

 

Anthroposophische Ernährungsempfehlung: Blütenpflanzen helfen zu erden. Rudolf Steiner erklärt es so, dass die Pflanzen in umgekehrter Weise helfen: Also Blütenpflanzen gut für unsere Erdung sind, Wurzelgemüse jedoch ideal auf unseren Kopfbereich wirken. Etc.

 

Weitere Tipps für eine gute Erdung: Rote Socken und rote Unterhosen tragen. Wurzelgemüse und insbesondere rotes Gemüse essen. Zwischendurch auch Fleisch in die Ernährung einbauen. Mindestens einmal pro Woche in die Natur spazieren gehen. Kneipp-Fußbäder machen.

Ich freue mich natürlich auch auf deine Inputs! Gerne darfst du diese auch für andere interessierte Leser unter Kommentare einfügen.

Bisher keine Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: